Die häufigsten Stillprobleme

StillproblemeStillen fördert die Bindung zwischen Mutter und Kind und stärkt das Immunsystem des Nachwuchses. Leider kommt es nicht selten auch zu Problemen beim Stillen. Jedoch ist mit diesen Hindernissen niemand allein – fast jede stillende Mutter muss sich mit der ein oder anderen Malässe herumschlagen – und darzum gibt es auch gute Hilfsmethoden, zum Beispiel die "Vornübergebeugt"- Methode.

 

Wunde Brustwarzen

In den ersten Tagen und nach dem Ansaugen ist es normal, dass die frisch belasteten Brustwarzen etwas schmerzen. Starke Beschwerden sind jedoch nicht normal und sollten behandelt werden. Grund für wunde Brustwarzen ist oftmals eine fehlerhafte Stillposition und oder ein falsches Anlegen des Babys. Hier wird die Brustwarze nicht richtig erfasst.
Lassen Sie entzündete Brustwarzen behandeln. Je nach Entzündungsgrad können Sie auch weiterstillen – es kann sogar hilfreich sein dies zu tun! Brustmassagen helfen, den Milchspendereflex auszulösen. Auch ist es schonender häufig in kleineren Mengen zu stillen als wenig in größeren. Unterschieldiche Stillpositionen helfen gewissen Stellen der Brust zu ent- oder belasten. Wer hilfe in einer Stillpause sucht wird enttäuscht – die hilft nämlich sicherlich nicht.
Feuchte Stilleinlagen können auch Probleme verursachen. Wenn möglich, lassen Sie Ihre Brust an der Luft trocknen oder verzichten Sie auf einen BH, zumindest zeitweise. Gereinigte Laniolseife schützt vor Rissen, waschen Sie zudem Ihre Brüste einmal täglich mit warmen Wasser aber ohne Seife.

Was tun bei wunden Brustwarzen?

  • häufiger und kürzer stillen
  • wechseln Sie häufig Ihre Stillposition
  • fangen Sie mit der weniger entzündeten Brust an: Milchspendereflex auslösen und korrekt anlegen!
  • Milch an Brustwarze trocknen lassen
  • halten Sie Ihre Brustwarzen trocken
  • häufiges Händewaschen

 

Pilzinfektion (Soor)

Pilzinfektionen verursachen lange Wundzeiten und treten nicht selten zusammen mit einer Pilzinfektion der Scheidenflora auf.
Betroffenen Brustwarzen glänzen häufig leicht, werden pinkfarbend oder rot. Aurch rissige, schuppige Brustwarzen mit weißlichem Belag können ein Indiz für eine Pilzinfektion sein.
Das Baby zeigt im Falle einer Pilzerkrankung meist weißer Belag im Mund und auf der Wange, der nicht weggewischt werden kann und oder rötlicher Ausschlag im Bereich der Windel.
Bei Soor kann weitergestillt werden, doch müssen Mutter und Kind ärztlich behandelt werden.
Mit sorgältiger Hygienen beugen Sie einer weiteren Ausbreitung der Krankheit vor. Bestreichen Sie die Brustwarzen und den Mund des Kindes nach dem Stillen mit dem verschriebenen Mittel, waschen Sie Ihre Händer öfters als sonst mit klarem Wasser, ohne Seife und cremen Sie erkrankte Haut regelmäßig ein.
Abgepumpe Milch kann am gleichen Tag gefüttert werden. Diese aber nicht eingefrieren, da Kälte den Pilzen nichts ausmacht und so eine Wiederansteckung geschehen kann. Leichter Soor-Befall kann nach 48h, starker Befall nach bis zu fünf Tagen abklingen. Die Behandlung muss zwei Wochen lang konsequent durchgeführt werden.

Was tun bei Soor?

  • Parallelbehandlung von Mutter und Kind
  • weiter Stillen, aber häufige und kürzer
  • sorgfältiges Anlegen
  • beachten Sie dringendst vorgeschriebene Hygienemaßnahmen
  • konsequente Behandlung über zwei Wochen

 

Milchstau

Milchstau entsteht, wenn produzierte Milch nicht vollig getrunken wird. Am besten Sie lösen ihn gleich zu Beginn der ersten Symptome. Anzeichen sind empfindliche, oft gerötete und heiße Stellen. Auch ein schmerzender Knoten ohne klaren Rand kann ein Anzeichen sein.
Frauen, die zu viel Milch produzieren, leiden unter Milchstau. Aber auch Narben, zu enge Kleidung oder falsch getragene Babytücher können die Ursache sein.
Vor dem Stillen helfen feuchtwarme Wickel, während dessen Brustmassagen den Stau zu lösen. Da der Unterkiefer des Babys besonders gut saugt, können unkonventionelle Stillpositionen den Stau lösen. Vitamin C hilft, auch eine Milchpumpe kann Abhilfe schaffen.

Was tun bei Milchstau?

  • nicht zögern – sofortige Reaktion!
  • fördern Sie den Milchfluss - durch häufiges Stillen oder eine Milchpumpe
  • wärmen Sie Ihre Brust VOR dem Stillen
  • massieren Sie Ihre Brust WÄHREND dem Stillen
  • kühlen Sie Ihre Brust NACH dem Stillen

 

Brustentzündung (Mastitis)

Brustentzündung ist kein Wehwehchen – es ist eine Krankheit, die umgehende Bettruhe fachliche Beratung verlangt. Legen Sie sich – mit Ihren Kind – mindestens zwei Tage ins Bett! Die Symptome sind zu Beginn die eines Milchstaus, später die einer ausgewachsenen Grippe.
Es ist essentiell, dass Sie weiterstillenu m die Milch im Fluss zu halten - und zwar rund um die Uhr. Ggf. müssen Sie mit einer Milchpumpe eispringen. Wenn nach 24h keine Besserung auftritt ist die Behandlung durch ein stillverträgliches Antibiotikum möglich, auch geeignete Schmerzmittel können Abhilfe schaffen. Hier sollten Sie definitiv mit einem Arzt reden (ohne den Sie auch an kein Antibiotikum kommen). Homöopathische Methoden sind auch oft hiflreich.
Kurieren Sie eine Brustentzündung hunderprozentig aus und waschen Sie sich häufig die Hände um eine erneute Erkrankung zu verhindern.

Was tun bei Mastitis?

  • 2 Tage Bettruhe
  • alles, was gegen Milchstau hilft, hilft auch hier
  • wenn nach 24h keine Linderung einsetzt: ab zum Arzt!
  • lassen Sie die Entzündung vollständig ausheilen!

 

Milchüberschuss

Zu viel Milch ist ein unterbewertetes Problem. Das Baby verschluckt sich häufig, weint beim Stillen. Es ist unruhig, das es nicht genüsslich in Ruhe schlemmen kann, sondern zu viel Nahrung auf einmal auf es losströmt. Lassen Sie Ihr Kind häufig aufstossen. Pfefferminz- und Salbeitee verringern die Milchmenge. Es ist zudem wichtig herauszufinden, ob Sie wirklich zu wenig Milch haben oder ob es an den Inhaltsstoffen mangelt. Anzeichen für zu viel Milchzucker wären, wenn das Kind oft und viel trinkt aber nie zufrieden ist. Es quengelt, sein Stuhl ist grünlich-wässerig. Ursache kann ein zu frühes Wechseln der Brust sein.
Bei einem überstarken Milchreflex spritz zu Beginn eine zu große Menge Milch aus der Brust, das Baby verschluckt sich leicht und schluckt so mit zu viel Luft. Blähungen und ein grünlich-wassriger Stuhl sind die Folgen, aber Ihr Kind gedeiht gut.

Milchfluss senken

Bei zu viel Milchzucker sollten Sie Sie lange genug an einer Seite stillen oder ihr Kind bei vielen kurzen Stillintervallen immer an einer Brust trinken. Stillen Sie mindestens eine Viertelstunde bis 20 Minuten - die fettreiche Milch kommt gegen Ende. Bei einem überstarken Milchspendereflex können Sie Ihrem Kind beim trinken helfen, indem Sie es "bergauf" stillen. Legen Sie sich aud den Rücken, Ihr Kind auf Ihren Bauch, halten Sie die Stirn Ihres Babys. Oder legen Sie einfach ein Kopfkissen unter den Kopf Ihres Kindes, damit dieser höher liegt als Ihre Brust. So überlisten Sie die Schwerkraft und verringern die Gefahr des Verschluckens.
Lassen Sie vor dem Anlegen ein wenig Milch ausfließen und lassen Sie Ihr Kind während des Trinkens öfters ein Bäuerchen machen. Sollte Ihnen spontan Milch auslaufen, helfen Stilleinlagen und/oder ein häufiger Wäschewechsel. Wen Sie mehr Milch produzieren, als Ihr Kind trinken kann, informieren Sie sich über Milchspendestationen in Ihrer Nähe, mit diesen können Sie Ihre Milch für Frühgeborene spenden und müssen den guten Trunk nicht wegschmeißen.

 

Milchmangel

Ab wann hat frau wirklich zu wenig Milch? Die Länge der Stilldauer, die Gemütslage Ihre Kindes oder die Tatsache, dass Sie nach dem Stillen keine Extramilch "abzapfen" können sind keine wirklichen Indikatoren dafür, ob Sie genug Milch produzieren. Hier ist die Frage wichtig, ob Ihr Kind gut gedeiht. Ist die Gewichtszunahme in einem gesunden Rahmen? Wächst es genut? Ist es kränklich? Lassen Sie die Entwicklung Ihres Kindes von einem Kinderarzt überprüfen. Wenn Sie Bedenken haben, sollten Sie sich auch nicht scheuen, eine zweite Meinung einzuholen. Die Vorsorgeuntersuchungen sind hier gute Termine, der Abstand von zeitweise bis zu drei Monaten kann jedoch bei echtem Milchmangel so lang sein, dass es die Entwicklung beeinträchtigen kann.

 

Generelle Tipps

  • Legen sie häufig an: alle zwei Stunden (mindestens, mit nächtlichen Pausen)
  • Legen Sie Ihr Baby Bauch an Bauch mit sich, das Kleine nicht überstrecken!
  • Brustwarzenwechsel bei Saugstop! Sobald Ihr Kind zu saugen – ran an die andere! Immer schön im Wechsel stillen
  • Brustmassagen helfen bei der Milchbildung – hier dürfen auch die Väter wieder ans Werk!
  • Saugreflex und die Milchbildung werden durch Körperkontakt zwischen Mutter und Kind gefördert!
  • Stress blockiert vieles – auch die Milch! Versuchen Sie zu entspannen. Nutzen Sie zum Beispiel einen Stillstuhl in einer ruhigen Ecke ihrer Wohnung. Genießen Sie die Stillzeit gemeinsam mit Ihrem Kind!

 

Milchfluss etwas steigern

  • legen Sie Ihr Kind häufer an
  • legen Sie sich mit Ihrem Kind für zwei bis drei Tage ins Bett
  • regen Sie den Milchfluss durch viel Hautkontakt an
  • Brustmassagen helfen den Milchfluss anzuregen
  • wenden Sie Brustkompressionen an
  • trinken Sie Milchbildungstee

 

Milchfluss stark steigern

  • entlehren Sie die Brust so oft möglich so vollständig wie möglich
  • Stillen sie oft und viel
  • wechseln Sie häufig die Brust beim Stillen
  • pumpen Sie nach jedem Stillen mit der Hand nach und entleeren Sie so Ihre Brust

 

Zufüttern

Bei sehr geringen Milchmengen kann ein frühes Zufüttern nötig werden. Mit einem Brusternährungsset können Sie Ihren Milchfluss steigern und in der Übergangszeit Ihrem Kind während des Stillens mit ausreichend Nahrung versorgen. Hier bei wird über einen Silikonschlauch, der neben der Brustwarze dem Kind zum Saugen gereicht wird, zusätzliche Nahrung gefüttert. Durch das saugen an der Brustwarze wird der Milchfluss weiterhin gefördet. Sollte es nötig werden, mit Flasche weiterzufüttern, bieten Sie Ihrem Kind zunächst immer die Brust an, damit das Stillen beibehalten wird. Eine Flaschenfütterung sollte immer mindestens 20 Minuten dauern.
Wieviel muss oder darf mein Baby zunehmen?

Kann ich mein Kind auch überfüttern? Wie viel darf mein Baby in den ersten Monaten überhaupt zunehmen?

Die körperliche Entwicklung erfolgt in Wachstumsphasen und deshalb ist es nicht selten, dass das Baby-Gewicht zu hoch oder zu gering erscheint. Wiegt das Baby zu viel, ist es sehr wahrscheinlich, dass es demnächst einen Wachstumsschub bekommt und sich das Gewicht sozusagen „verwächst“.
Meist sind Kinder, die gestillt werden richtige Moppelchen, anschließend nehmen sie allerdings wieder ab und werden seltener übergewichtig als „Flaschenkinder“, die mit Milchpulver gefüttert werden. Das Baby kann an Masse zulegen und dick erscheinen, wird aber nie überfüttert sein, weil es immer nur so viel zu sich nimmt, wie es in dem Moment benötigt. Ob ein Baby vom Normalgewicht abweicht, kann von einem sogenannten Perzentil, welches sich auch auf der Rückseite des Vorsorgeuntersuchungsheftchens befindet, abgelesen werden. Diese gelten allerdings als veraltet, da sie nicht zwischen den Geschlechtern trennen und künstlich gesäugte Babys für die Studie herangezogen wurden. Es sind also rein statistische Werte.
Es ist ganz normal, dass das Kind direkt nach der Geburt vorübergehend Gewicht abnimmt. Danach kann man allerdings grob anpeilen, dass ein mit Muttermilch gestilltes Baby in den ersten drei Lebensmonaten ungefähr 200 Gramm pro Woche zunehmen sollte; bis zu einem halben Jahr sollten rund 150 Gramm Zunahme pro Woche ausreichen. Einmal pro Woche wiegen reicht vollkommen aus. Das durchschnittliche Geburtsgewicht beträgt für Mädchen und Jungen gleichermaßen 3,5kg. Das Gewicht steigt beinahe potentiell zur Anzahl der Lebensmonate. Mit sechs Monaten wiegt ein Mädchen durchschnittlich ca. 7,2kg, ein Junge wiegt rund 8kg. Falls das Baby von der Norm abweicht, ist das kein Grund zur Panik. Im Zweifelsfall können Kinderarzt oder Hebamme mit Rat und Tat zur Seite stehen.
In den letzten Jahren ist allerdings eine erschreckende Tendenz zu stark überdimensionalen Säuglingen zu beobachten, nicht nur in Deutschland. Weil die Frauen immer später ihr erstes Kind bekommen (in Deutschland ist jede vierte werdende Mutter 35 Jahre und älter) und zudem die Zahl der Übergewichtigen steigt, erhöht sich die Gefahr einer Schwangerschaftsdiabetes, was die Wahrscheinlichkeit eines dicken Babys drastisch erhöht.
Leidet man an Diabetes sollte man vorhandenes Übergewicht schleunigst abnehmen, damit die Gefahr für das Baby sinkt. Dicke Neugeborene neigen nämlich häufig zu Übergewicht im Jugendlichen- und Erwachsenenalter.

 

Brustverweigerung

Ihr Baby trinkt nicht? Zu Beginn der Stillzeit kann es zu Anfangschwierigkeiten kommen, denn das Mutter-Kind-Team muss erst einmal die neue Situation auskundschaften. Lernen sie sich kennen! Klingt komisch, denn das Mutter-Baby-Gespann hat die letzten 9 Monate ja auf wortwörtlich gleichem Raum verbracht. Aber wie bei jedem Ortswechsel muss dieser erst einmal verkraftet werden. Ein grundlegender Tipp: störende Gäste einfach rauswerfen. Ein weiterer Basic-Hinweis für frischgebackenen Väter: Verkneifen Sie sich Liebkosungen ihres Kindes während es gestillt wird. Ist herzlich gemeint aber irritiert. Sie fänden es ja auch sicher unangenehm, wenn Ihnen beim Steak-kauen ständig wer über die Wange streichelt.
Anders, wenn Ihr Kind auf einmal nicht mehr gestillt werden will und in den sogenannten Stillstreik eintritt, kann dies viele Ursachen haben. Bei älteren Kindern kann es als natürliches Zeichen gesehen werden, dass die Phase des Stillens einfach abgeschlossen ist. Dies ist aber eine längerfristige Entwicklung. Ein Stillstreik tritt von heute auf morgen ein, häufig zwischen dem 7. bis 9. Monat, selbständiges Abstillen durch das Kind kommt in der Regel nicht innerhalb des ersten Lebensjahres vor. Für einen Stillstreik kann es verschiedene äußere Faktoren geben.

Geruch und Geschmacksveränderung der Milch durch:

  • neue Seife / Duschgel
  • neue / ungwohnte Nahrungsmittel und Gewürze
  • Alkohol
  • Vitaminpräperate wie wechselnde Nahrungsergänzungsmittel
  • Medikamente, auch die Pille
  • Menstruation
  • Stress und Erschrecken
  • Krankheit

Vermeiden Sie neue Pflegeprodukte, häufiges Experimentieren mit völlig ungewohnten Lebensmitteln und zu viel Alkohol. Gerade in Sachen Ernährung sollten Sie während der Stillzeit eh darauf achten, was und in welcher Menge Sie was zu sich nehmen, da Ihr Kind diese Stoffe über die Muttermilch zugeführt bekommt. Viele Frauen nehmen währen der Wunschkind-Phasen Zeugung, Schwangerschaft und Stillen Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Hier gibt es Anbieter die für alle drei Phasen auf einen Mikronährstoffprodukt anbieten.

 

Allergie in der Familie

Kinder, die in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich (also voll) gestillt werden, leiden weniger häufig an Allergien. Dies liegt darin begründet, dass Muttermilch die Ausreifung der Darmschleimhaut fördert, somit werden Fremdstoffe am Eindringen gehindert. Auch ist Muttermilch hier ein wunderbarer Allrounder, mit allen Inhaltsstoffen, die Ihrem Kind einen gesunden Lebensstart ermöglichen.
Meiden Sie zudem Nahrungsmittel, auf die Sie oder Ihr Partner allergisch reagieren. Meiden Sie oder verringern Sie weiter Staubfänger wie Fehderkissen, Teppiche oder Vorhänge. Bei Raumschimmel sollten Sie die befallenen Orte sanieren - und nicht als Kinderzimmer nutzen. Auch Luftgifte, die sich in Möbeln, Teppichen und Klebematerialien befinden können, richten oftmals "heimiche Schäden" an, denn viele dieser Gifte kann man weder sehen, riechen noch schmecken.
Die totale Desinfektion Ihrer Umgebung und die des Kindes kann jedoch nach hinten los gehen. Frei nach dem Spruch "Dreck reinigt den Magen" braucht auch der Babykörper Dinge, an denen er sich abhärten kann. Natürlich darf es nicht an Hygiene mangeln und Sie sollten gerade bei der Reinigung von Milchpumpen ect. höchste Obacht walten lassen. Aber wenn Sie alles durchdesinfizieren kann Ihr Kind keine Abwehrkräfte entwickeln - gegen was auch. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Gynäkologen über sinnvolle Hygienemaßnahmen. Bei Allergie-Kindern sehen diese anders aus als bei Kindern ohne Beschwerden.

 

Krankheit von Mutter oder Kind

Wenn jemand aus dem "Stillteam" krank ist, bedeutet dass meist nicht, dass die gewohnte Runde aufgebrochen werden muss. Gerade wenn das Kind erkrankt, enthält Muttermilch wichtige Stoffe, welche die Gesundheit des kleinen Patienten fördern. Besonders das Kolostrum, also die Milch der ersten Wochen, ist besonders reichhaltig. Ob Erkältung, Schnupfen, Virusinfektion oder Durchfall - Muttermilch ist hier die beste Medizin. Als Mittel gegen Augenentzündungen oder Schnupfen kann ein Tropfen Muttermilch Wunder wirken. Waschen Sie Ihre Brust mit klarem Wasser und streichen Sie etwas Milch aus. Geben Sie einen Tropfen Milch in das entzündete Auge oder die verschnupfte Nase. Ein Arztbesuch sollte jedoch nicht unter den Tisch fallen. Muss Ihr Kind ins Krankenhaus und ist es Ihnen nicht möglich zum regelmäßigen Stillen dort zu sein, so versuchen Sie ihren Stillrythmus beizubehalten und pumpen Sie die Milch ab.
Wenn die Stillende erkrankt muss dies zum Beispiel bei Fieber, Erkältung oder Darmgrippe keinen Stillstop bedeuten. Die Muttermilch beinhaltet bestimmte Abwehrstoffe, die das Kind gegen die Krankheiten besonders gut wappnen. Eine Stillpause würde die Ansteckungsgefahr sogar erhöhen. Auch Behandlungen beim Zahnarzt und andere Eingriffe, die mit leichten Betäubungen einhergehen, stellen kein Problem dar. Größere Eingriffe müssen auch nicht zwingend zu einem längerfristigen Stillstop führen. Fragen Sie aber in jedem Fall Ihren Arzt.
Bei der Einnahme von Medikamenten sollten Sie mit dem behandelnden Arzt über stillfreundliche Möglichkeiten reden. Im Grunde ist für fast jede Krankheit ein Mittelchen, dass auch für Stillenden anzuwenden ist, vorhanden. Penizilin, Cephalosporine, Erythromycin sind stillverträgliche Antibiotika. Paracetamol und Ibuprofen gehören zu den Schmerzmitteln für Stillende. Natürlich gilt dies für empfohlene Dosierungen, auch sollten Sie vor der Einnahme von Medikamenten während der Stillzeit diese mit einem Arzt besprechen. Auch empfiehlt es sich, die Mittel nach der reweiligen Stillrunde einzunehmen.