6. Schwangerschaftswoche/ 6. SSW

Am Ende dieser Woche wird der Embryo schon rund 8,5 Millimeter groß sein.

 

Wissenswertes für die werdende Mama:

Die Brüste beginnen jetzt praller und empfindlicher zu werden, weil der Drüsenkörper sich schon in diesem frühen Schwangerschaftsstadium auf das nachgeburtliche Stillen und die damit zusammenhängende Milchproduktion vorbereitet.

Frauen die unter starker Übelkeit leiden, sollten stark riechende, fette, scharfe und saure Speisen unbedingt meiden.
Häufig hilft noch im Bett direkt nach dem Aufstehen der Verzehr von ein paar Keksen oder Zwieback in Kombination mit einer Tasse Tee oder einem Glas Wasser. Häufige kleine Mahlzeiten werden jetzt besser vertragen als wenige große.

Spätestens jetzt steht der erste Arzttermin für die Schwangerschaftsvorsorge auf dem Plan. Der erste Schwangerschaftsvorsorgetermin dauert am längsten: Zuerst wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt. Dann die Krankheitsgeschichte der werdenden Mutter unter die Lupe genommen und die Möglichkeit des Risikos von familiären Erbkrankheiten überprüft. Die Ergebnisse dieser Anamnese werden im Mutterpass festgehalten. Der Mutterpass ist ein wichtiges Dokument, welches die werdende Mama die gesamte Schwangerschaft hindurch begleitet und welchen sie für den Notfall immer bei sich tragen sollten, da Ersthelfer diesem Dokument alle wichtigen Informationen für die Notfall-Versorgung entnehmen können.

Außerdem wird die werdende Mama auf mögliche Antikörper in Ihrem Blut sowie Träger von Hepatitis B oder Syphilis getestet, die das Ungeborene gefährden könnten. Eine Rötelinfektion während dem ersten Trimenon können schlimme Folgen für das Kind bedeuten, wie Herzfehler, Blind- oder Taubheit, und geistige Defekte – aus diesem Grund wird auch der Test auf Abwehrstoffe gegen Röteln durchgeführt.

Ab jetzt ist bis zur 33. Schwangerschaftswoche alle 4 Wochen die ärztliche Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung fällig.

 

Das Baby in der 6. SSW:

  • Der Embryo hat jetzt circa einen Durchmesser von 3 bis 5 mm
  • das Gesicht und der Unterkiefer nimmt Form an
  • die Mundöffnung und das Innenohr entstehen
  • die Augen,sowie die inneren Organe wie Lunge, Leber, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, der vordere, hintere und mittlere Darm entwickeln sich
  • über Blutgefäße wird eine Verbindung mit Hilfe der Nabelschnur zur Mutter hergestellt
  • Anfangs schlägt das Herz mit einer Kammer, nun wird die Scheidewand im Herzen gebildet

 

Wissenswertes für den werdenden Papa:

Typisch für werdende Väter ist es, dass sie andere Familienväter genauer beobachten um einschätzen zu können, was für ein Leben vor einem liegt.
Dies ist ein wichtiges Indiz dafür, dass sich der werdende Papa mit den „veränderten Umstände“ anfreundet.

 

Um dem Ungeborenen einen unbelasteten und bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen, ist schon in dieser Phase auf Nikotin, Alkohol und andere Drogen zu verzichten. Optimal ist es, wenn man schon vor dem Kinderwunsch seinen alten Lastern ade sagt.

Zusätzlich sollte zur Begünstigung des Zellwachstums mit der Einname von Folsäure begonnen werden und auch sonst ist darauf achten, dass der Körper
mit ausreichend Nährstoffen versorgt ist. Dies funktioniert am besten über eine ausgewogene Ernährung. Häufig bleibt diese aber auf der Strecke – insbesondere wenn die werdende Mama noch voll berufstätig ist. In diesem Fall kann die Einnahme eines speziell auf die Schwangerschaft abgestimmtes Nahrungsergänzungsmittel eine optimale Versorgung unterstützen.

 

7. SSW