12. Schwangerschaftswoche/ 12. SSW

In der 12. Schwangerschaftswoche ist der Fötus bereits in der Lage an seinen Daumen zu lutschen, die Stirn runzeln und – ganz wichtig – er kann schon lächeln.


Die Gesamtlänge des Fötus umfasst jetzt circa eine Scheitel-Steiß-Länge von 50 mm bis 60 mm, das Wachstum der Wimpern, Haare, Fingernägel und der äußeren Geschlechtsorgane beginnt; außerdem zeichnen sich Kinn und Nasenflügel deutlich ab.
Zwar kann man im Ultraschall deutlich sehen, dass sich der Fötus bewegt, für die Schwangere sind diese Bewegungen allerdings noch nicht spürbar.
Im richtigen Augenblick ist bei der Ultraschalluntersuchung vielleicht schon in diesem Schwangerschaftsstadium ein erster Hinweis auf das Geschlecht erkennbar.

 

Wissenswertes für die werdende Mama:

Das erste Schwangerschaftsdrittel ist nun beinahe geschafft und damit auch die schlimmste Zeit der Übelkeit und Müdigkeit überstanden.
Die Gebärmutter hat inzwischen eine Größe erreicht, dass sie von außen über die Bauchdecke direkt über dem Schambein mit ein wenig Übung selbst ertastet und der Umriss definiert werden kann.

Schwanger sind oft faltenfrei strahlend schön, denn durch die schwangerschaftsbedingten Wassereinlagerungen und die gesteigerte Durchblutung, wird die Gesichtshaut glatter, rosiger und blühend schön. Die bisherigen Haut- und Haarpflegeprodukte müssen nun keinesfalls mehr passen, denn durch die massive Hormonumstellung kann es zu völlig unbekannten Körperpflegebedürfnissen kommen. Diese besondere Zeit bedarf eben besondere Produkte und ein wenig Luxus tut der Seele gut.
Regelmäßige Pausen über den Tag verteilt werden immer wichtiger, denn die gesteigerte Schilddrüsentätigkeit kann Ungeduld und leichte Reizbarkeit bei der Schwangeren zur Folge haben.
Die Schwangere hat es verdient verwöhnt zu werden, denn alles, was die werdende Mama glücklich macht, macht auch das ungeborene Baby glücklich und unterstützt es so in einer optimalen Entwicklung im Bauch.

Im Zeitraum von der 9.-12. SSW sollte die zweite Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung eingeplant werden.


Diese Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung in der 9.-12. SSW beinhaltet:

  • erstes Ultraschallscreening 9-12SSW
  • das Gewicht der Schwangeren wird ermittelt
  • der Blutdruck wird gemessen
  • eine Urinuntersuchung wird durchgeführt

 

Zusatzuntersuchungen:

  • Toxoplasmose Screening
  • Ultraschall

 

Die Zusatzuntersuchungen zählen nicht zu den Regelleitungen der Krankenversicherung. Der Gynäkologe sollte die Schwangere über mögliche Zusatzuntersuchungen genau informieren -
die entstehenden Kosten dafür müssen allerdings privat beglichen werden.

Für Schwangere besteht die Möglichkeit zwischen der 11. und 13. Schwangerschaftswoche parallel zur regulären Vorsorge ein „Ersttrimester-Screening“ (Nackenfaltenmessung) vornehmen zu lassen.
Das Ergebnis dieser Untersuchung dient als Basis damit sich kalkulieren lässt, wie hoch das Risiko ist, ein Kind mit bestimmten Behinderungen zur Welt zur bringen.
Die für das Ersttrimester-Screening (Nackenfaltenmessung) entstehenden Kosten werden von der Krankenkasse allerdings nur für Frauen im Alter über 35 oder mit besonderen familiären Risiken übernommen.
Das Zentrum des Screenings ist die Ultraschallmessung der Nackentransparenz (NT) vom Fötus.
Bei einigen Chromosomenveränderungen wie z.B. beim Down-Syndrom, aber auch einiger Herz- und anderer Fehlbildungen, staut sich in der Nackenregion
überdurchschnittlich Flüssigkeit an - dies ist im Ultraschallbild zu sehen und messbar.

Der Arzt führt in der Regel parallel zur Nackenfaltentransparenzmessung (NT) einen Test durch, der die Konzentration der beiden Stoffe (ß-hCG und PAAP-A)
im Blut der Mutter ermittelt. Am Ende werden das Ergebnis der Nackentransparenz-Messung und das Alter der Schwangeren ins Verhältnis gesetzt. Dies erlaubt eine recht zuverlässige Risikoberechnung.
Abschließende Klarheit geben jedoch erst weitere Untersuchungen wie eine Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) oder Sonografien.
Das Ersttrimester-Screening (Nackenfaltenmessung), wo auch die Blutwerte und Alter der Frau für eine Risikoberechnung ins Verhältnis gesetzt worden waren, hat den älteren Triple-Test weitgehend ersetzt, weil er heute als zu ungenau beurteilt wird.

Das Screening wird von vielen Seiten befürwortet, weil es die Schwangere in ihrer Schwangerschaft bei Unauffälligkeiten entlastet.
Kritiker äußern hingegen, dass das Ergebnis der Untersuchung die werdenden Eltern unnötig verunsichern kann, denn etwa zwei bis acht Prozent der unter 35-Jährigen erhalten fälschlicherweise den Befund eines erhöhten Risikos.
Hier kann eine anschließende Amniozentesen Klarheit bringen.

 

13. SSW