10. Schwangerschaftswoche/ 10. SSW

Sämtliche bedeutenden äußeren und inneren Organe des Embryos sind in der 10. Schwangerschaftswoche bereits angelegt. Das Ungeborene streckt sich allmählich. Die Finger und Zehen trennen sich nun voneinander und es winkelt die Arme und Beine an. Im Kiefer findet die die Anlage der Milchzähne statt.
Augenlider verschließen inzwischen die Augen und der Kopf nimmt Gestalt an und wird nun rundlicher und richtet sich allmählich auf. Anus und Analkanal entstehen.
Der Schwanz des Embryos ist inzwischen verschwunden und nicht mehr sichtbar – dafür kann man bereits die Anlage der Rippen durch die dünne Haut erkennen.
Die Geschmacksnerven bilden sich nun aus. Die Scheitel Steiß Länge des Embryo beträgt inzwischen circa 22 bis 30 mm.
Ab jetzt fühlt das Ungeborene mit – egal ob Freude, Trauer, Wut oder Aufregung der Mama, die Gefühlswelten werden über das Blut auch an den Embryo übertragen.

 

Wissenswertes für die werdende Mama:

Der Uterus (die Gebärmutter) wächst in der 10. SSW rasant und kann einen Druck auf die Blase ausüben, was vermehrten Harndrang zur Folge hat.
Wichtig ist, dass die Trinkmenge nicht verringert wird, denn während der gesamten Schwangerschaft sollte unbedingt viel Flüssigkeit aufgenommen werden. Um einen erholsamen ungestörten Schlaf zu haben, kann versucht werden den nächtlichen Gang zur Toilette zu verhindern indem ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr getrunken wird.
Wenn sich werdende Eltern für eine pränatale Diagnostik entschieden haben, können sie ab dieser und bis zur zwölften Schwangerschaftswoche die Chorionzottenbiopsie vornehmen lassen.
Das Ziel der Chorionzottenbiopsie ist, eine Reihe von für Erbkrankheiten typische Chromosomenveränderungen zu diagnostizieren.
Mit den ersten Ergebnissen ist nach zwei bis sieben Tagen zu rechnen. Oft wird parallel eine Zellkultur im Labor angelegt, deren Analyseergebnisse allerdings frühestens nach zwei Wochen erwartet werden können.

Die Durchführung der Chorionzottenbiopsie:

Der Arzt entnimmt in der Biopsie eine Probe des Chorionzottengewebes – diese Entnahme erfolgt durch die Bauchdecke oder durch den Muttermund der Schwangeren und wird gleichzeitig per Ultraschall kontrolliert. Das mit einen Chorionzottenbiopsie verbundene Risiko einer Fehlgeburt liegt bei zirka 0,5 bis 1,5 Proz

Im Zeitraum von der 9. – 12. SSW sollte die zweite Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung eingeplant werden.


Diese Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung in der 9. – 12. SSW beinhaltet:

  • erstes Ultraschallscreening 9-12SSW
  • das Gewicht der Schwangeren wird ermittelt
  • der Blutdruck wird gemessen
  • eine Urinuntersuchung wird durchgeführt

 

Zusatzuntersuchungen:

  • Toxoplasmose Screening
  • Ultraschall

Die Zusatzuntersuchungen zählen nicht zu den Regelleitungen der Krankenversicherung. Der Gynäkologe sollte die Schwangere über mögliche Zusatzuntersuchungen genau informieren – die entstehenden Kosten dafür müssen allerdings privat beglichen werden.

 

11. SSW