Leistungsdruck und Panikmache – Folge: Torschlusspanik

Torschlusspanik KinderwunschBeginnt die Torschlusspanik bei der Frau, ist der Trubel in der Beziehung groß. Bei Frauen setzt sich dieser Gedanke meist sehr fest in den Verstand. Dass der Kinderwunsch bei Frauen meist stärker ausgeprägt ist wie bei Männern, liegt laut einigen Thesen nach einfach daran, dass Männer instinktiv denken, Ihnen würde etwas genommen. Wenn das Kind erst mal da ist, heimst es bei weitem mehr Aufmerksamkeit der Mutter ein, die gemeinsame Zeit wird weniger. Beziehungen zu Freunden werden eingeschränkt. Für Hobbies bleibt bei weitem weniger Zeit. Überhaupt wird die Frau meist zu müde sein, um das Sexualleben noch wie gewohnt in Takt zu halten. Diese und derartige Gedanken gehen den meisten werdenden Vätern durch den Kopf – manchmal auch nur unbewusst.

Nun bekommen Frauen eben ab einem gewissen Zeitpunkt diese so genannte Torschlusspanik, insbesondere wenn eine berufliche Karriere in der Vergangenheit einen höheren Stellenwert hatte wie bisher. Die Torschlusspanik setzt hierbei ein. Klappt der Kinderwunsch dann auf Anhieb nicht, wird aus Lust bald Frust. Dies kann eine Beziehung spürbar stören und verursacht „unnötige“ Probleme.

Ein ganz anderer Fall liegt vor, wenn innerhalb eines bestimmten Zeitraumes scheinbar die halbe Verwandtschaft und Paare aus dem Freundeskreis schwanger werden. Die Freude der ganzen Glückspilze bleibt selten im Verborgenen. Einerseits freut man sich anteilig an diesen Ereignissen in seiner Umgebung und andererseits stellen sich beim kinderlosen Paar Frust und Leistungsdruck ein. Die Frage "Wie werde ich schwanger" wird nicht nur zum Wunsch sondern zur Last.

Besonders wichtig hierbei, ist das man mit seinem Partner redet. Seine Gefühle austauscht und sich gegenseitig Trost spendet. Sollte Ihr Partner einer der Mensch sein, die mit Gefühlen nur schwer umgehen können und daher vielleicht abblocken, somit scheinbar die Situation ignorieren, lassen Sie sich nicht trügen. Jemand, der wirklich ein eigenes Kind in Armen halten möchte, bleibt unmöglich unbehelligt von der Gefühlsachterbahn, die durchlebt werden könnte. Möglicherweise ist eine Paartherapie von Nöten. Dies ist eine gute Möglichkeit, durch die Hilfe einer unbedeitigten Person, Lösungswege für belastete Beziehungen zu finden. Hilfreich könnte auch eine Pro & Contra-Liste sein, in der Sie aufführen, was für ein Kind spricht und was dagegen steuern würde.

Es gibt verschiedene Ursachen, warum viele Paare trotz größter „Anstrengung“ nicht schwanger werden. Mit einem Absetzen der Pille stellt sich beispielsweise der gesamte Hormonhaushalt wieder komplett um, der weibliche Zyklus ist durcheinander gerüttelt. In der ersten Zeit tritt bei vielen Frauen eine hochfruchtbare Phase auf, die danach jedoch genau ins Gegenteil verkehrt wird – und das für ca. einen Zeitraum von einem 8 Monaten. Ab diesem Zeitpunkt verläuft der weibliche Zyklus für meist wieder normal. Die jahrelange Einnahme von bestimmten Medikamenten könnte auch ein Grund dafür sein, dass der Körper die Schwangerschaft nicht zulässt. Ebenso können berufsmäßige Umstände, Probleme in der Familie die bereits viel Kummer verursachen, Grund für die fruchtlosen Versuche sein ein Kind zu zeugen. Oftmals können in solchen Lebenslagen die Chancen jahrelang sehr niedrig bleiben. Daher gilt es nie die Hoffnung zu verlieren. Krankheiten mindern den Kinderwunsch oft noch zusätzlich, wenn diese mit Organen oder Kreislauf in Verbindung stehen. Laut Erfahrungsberichten kann sich die Übersäuerung des Körpers ebenfalls negativ auswirken. Diese ergibt sich durch den übermäßigen Verzehr Säure produzierender Lebensmittel (Brot und Nudeln, bestimmte Früchte, Fleischprodukte bspw.). Eine Umstellung auf eher basischen Produkten und eine ausgewogene Kinderwunsch-Ernährung kann die Säurewerte verbessern ggf. man kann auch Entsäuerungskur machen.

Wie Sie sehen, gibt es viele Faktoren, die am Ende dazu führen können, dass Ihnen als Paar der Kinderwunsch scheinbar „ausgeschlagen“ wird. Aber gegen vieles kann man etwas tun, um so die Situation besser zu gestalten und der Torschlusspanik entgegenzuwirken. Wichtig ist einfach das füreinander da sein. Vermitteln Sie Ihrem Partner das Gefühl, dass er mit Ihnen über alles reden kann. Am Ende kann dies sogar der Schlüssel zum Glück sein.